|
Gartenmöbel pflegen
Gartenmöbel bestehen in der Regel aus hochwertigen Hölzern wie
beispielsweise Teak oder Eukalyptus. Diese Hölzer haben eine hohe Resistenz gegenüber Fäulnis oder Insektenbefall und müssen daher nicht mit einem besonderen Holzschutzmittel
behandelt werden.
Häufig verwendete Holzarten:
Teakholz Bangkirai Eukalyptus Robinienholz
Allgemeine Pflegeanleitung:
Reinigen mit Seifenlauge Grauschleier entfernen Öl auftragen Anschleifen Starke Verschmutzungen entfernen Lasieren Vorsicht Brandgefahr Naturschutz
Teakholz
Teakholz ist ein Tropenholz, Oberfläche gelblich bis dunkelbraun, Anbau in Süd- und Südostasien.
Teakholzmöbel werden in der Regel unbehandelt ausgeliefert, im Laufe der Zeit vergraut die Holzoberfläche, der
teilweise silbergraue Effekt ist keine Schädigung des Holzes, sondern gehört bei dieser Holzart zum natürlichen Bild. Hier reicht eine jährliche Reinigung mit einer angesetzten
Seifenlauge.
Stört dieses Vergrauen oder ist es nicht erwünscht, muss das Holz nach dem Neukauf sofort mit Öl behandelt
werden. Schon vergraute Flächen werden mit Seifenlauge gereinigt, trocknen gelassen und dann mit einem Entgrauer behandelt, erst danach kann ein Öl aufgetragen werden. Wird das Öl
direkt aufgetragen entsehen auf der vergrauten Fläche dunkle bis schwarze Verfärbungen.
Bangkirai
Rötlich bis braunes Tropenholz aus
Südostasien, sehr widerstandsfähig und kann unbehandelt im Außenbereich eingesetzt werden. Verschraubungen dürfen nur aus Edelstahl erfolgen, da Eisen sofort eine bläulich bis
schwarze Verfärbung hervorruft.
Eukalyptus
Rötliches Holz aus Australien und Indonesien, wird auch in Südeuropa angebaut. Möbel werden lasiert oder geölt
angeboten.
Robinienholz
Helles Holz mit gelblichen Einschlägen, meist aus europäischem Anbau.
Auch Robinienholz kann unbehandelt im Freien verwendet werden. Verunreinigungen werden mit Seifenlauge
ausgewaschen. Nach dem austrocknen kann auch hier ein Pflegeöl aufgetragen werden. Auch hier entsteht bei unbehandelter Oberfläche im Laufe der Zeit eine silbergraue Patina.
Reinigen mit Seifenlauge

Setzen Sie eine Seifenlauge mit Naturseife an und waschen das Holz mit einer Bürste gut aus, verwenden Sie keinesfalls
eine Metallbürste. Die Seifenlauge wird dann mit klarem Wasser ausgewaschen.
Entfernen von Grauschleier

Bei Holzarten wie beispielsweise Teakholz sollte vor dem Auftragen von Öl der Grauschleier entfernt werden, da sonst
dunkle Verfärbungen entsehen. Hierfür gibt es spezielle Grauschleierentferner, die aufgetragen werden, den Grauschleier
zersetzen und nach kurzer Einwirkzeit wieder ausgewaschen werden.
Starke Verschmutzungen
Starke Verschmutzungen wie beispielsweise Öl- oder Fettflecken können durch Abschleifen entfernt werden.
Öl auftragen

Das Öl wird mit einem Pinsel aufgetragen und mit einem Lappen nachgerieben. Vor dem zweiten Auftrag können Sie die
aufgestellten Holzfasern mit feinem Schleifpapier anschleifen, um eine glatte Oberfläche zu erhalten.
Anschleifen

Holzfasern stellen sich beim Behandeln mit Wasser oder Öl auf, dies bewirkt eine raue Oberfläche, die durch Anschleifen
mit einem Schleifschwamm oder 240er Papier wieder geglättet wird. Das bedeutet; direkt nach dem Auswaschen oder nach dem ersten Ölauftrag wird die Fläche angeschliffen.
Lasieren
Für heimische Weichhölzer wie Fichte oder Tanne können auch Lasuren oder Lacke verwendet werden. Hier sollte jedoch
auf Giftstoffe wie Biozide verzichtet werden.
Vorsicht Brandgefahr
Bestimmte Pflegeöle wie beispielsweise Leinöl sind selbstentzündlich. Getränkte Lappen nicht einfach
zusammengeknäult in eine Ecke werfen, sondern an einer sicheren Stelle zum austrocknen aufhängen.
Naturschutz
Achten Sie beim Kauf von Tropenhölzern auf das Ökosiegel FSC (Forest Stewardship Council) das garantieren soll, dass
diese Hölzer aus nachhaltigem und ökologisch genutztem Anbau kommen.
|