|
Teppichbodennaht schneiden
In großen Räumen kommt man mit einer
Teppichbodenbreite von 4 oder 5 Metern nicht mehr aus und die Fläche wird in zwei oder mehr Stücke geteilt.
Der fachgerechte Nahtschnitt erfolgt bei Teppichböden nicht wie
so oft angewandt durch den Doppelnahtschnitt, sondern die Kanten sind einzeln zu Beschneiden. Der Teppichboden wir über die gesamte Länge im Raum abgerollt und grob
(unter Zugabe von Verschnitt und Rapport) Zugescheschnitten, danach wird die zweite Hälfte ausgerollt und grob Zugeschnitten.
Nun wir die Längskante des ersten Teppichboden
mit einem Nahtscheider entlang der Florgasse beschnitten, danach die der zweiten Hälfte.
Jetzt werden beide Teppichkanten ausgerichtet, d.h. die Kanten unter Berücksichtigung von
eventuellem Rapport ohne Spannung aber dicht aneinander gelegt.
Kleberauftrag
Vor dem Kleberauftrag werden die Bahnen von der Naht ausgehend zurückgeschlagen, die erste
Hälfte ca. 2/3 die zweite Hälfte ca. 1/3. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Bahnen nicht verrutschen. Danach erfolgt der Kleberauftrag und das Einlegen der Beläge
– erst die 2/3 Seite einlegen danach die 1/3 Seite einlegen. Danach kann die Naht nochmals mittels Spannern und Nagelwalze nachbearbeitet werden.
Jetzt die beiden anderen Hälften zurückklappen den Kleber auftragen und wieder einlegen.
Doppelnahtschnitt: Der Bodenbelag wir an den Rändern ca. 5 cm überlappt
und dann beide Beläge mit einem Teppichmesser von oben durchtrennt.
Weshalb Sie denn Doppelnahtschnitt bei Teppichböden mit Schlinge nicht anwenden sollten
Teppichböden haben herstellungsbedingt eine Florgasse, diese werden Sie bei einem Doppelnahtschnitt zwangsläufig beschädigen, so das eine gerade Kante nicht erreicht wird.
Wird eine Schlingenware mit einem Doppelnahtschnitt bearbeitet, schneiden Sie zwangsläufig die Schlinge mit auf und der Belag franst aus.
|